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06.04.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von MLP (ISIN DE0006569908 / WKN 656990) von "halten" auf "verkaufen" zurück.

Zuletzt sei bekannt worden, dass Talanx als Großaktionär bei MLP einsteige. Talanx übernehme von der Swiss Life einen Anteil von 8,4% und erhöhe damit die Beteiligung auf 9,9%. Gleichzeitig reduziere Swiss Life seinen Anteil auf 15,9% und beabsichtige, mittelfristig unter die 10%-Schwelle zu kommen. Ein Käufer für diese restlichen Anteile solle angabegemäß in den nächsten Wochen gefunden werden.

Es sei zu erwarten, dass Talanx in der Tat strategische Interessen habe und die Anteile nicht weiter erhöhen werde. Es habe sich nach dem Swiss-Life-Einstieg aus Sicht der Analysten gezeigt, dass die Unabhängigkeit als wichtiges Asset von MLP nicht in Frage gestellt werden sollte. Die aus den Transaktionen resultierende Aktionärsstruktur stelle MLP nach ihrer Einschätzung stabil auf.

Operativ habe MLP im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutliche Zurückhaltung der Kunden verzeichnen müssen. Dies habe sich sowohl auf die Altersvorsorge als auch auf das Vermögensmanagement ausgewirkt. Bei Feri seien die laufenden Vergütungen infolge der Kursabschläge an den weltweiten Börsen gesunken. Eine Jahresendrally vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer sei ausgeblieben.

Belastend auf das EBIT hätten zudem folgende Einmaleffekte gewirkt: die Umstellung auf das neue Versicherungsvertragsgesetz (circa 6 Mio. EUR), die Abschreibungen auf ein Bürogebäude (2,5 Mio. EUR) sowie die Steuerrückstellungen (3,8 Mio. EUR).

Im Neugeschäft seien die vermittelten Jahresbeiträge in der privaten Krankenversicherung trotz der Neuregelungen der Gesundheitsreform nur leicht von 50,0 Mio. EUR auf 49,0 Mio. EUR zurückgegangen. Das Finanzierungsvolumen habe bei 919 Mio. EUR gelegen. In der Altersvorsorge sei die vermittelte Beitragssumme aufgrund der Zurückhaltung vieler Kunden bei langfristigen Verträgen leicht von 6,8 Mrd. EUR auf 6,6 Mrd. EUR zurückgegangen.


Die betriebliche Altersversorgung habe mit 8% einen erneut gestiegenen Anteil zum Neugeschäft beisteuern können. Das betreute Vermögen habe mit 11,4 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (31.12.2007: 11,4 Mrd. EUR) und leicht über dem Wert von Ende September (30.9.2008: 11,3 Mrd. EUR) gelegen. Insgesamt habe MLP im Jahr 2008 42.000 Neukunden gewonnen. Die Zahl der Berater sei im Vergleich zum Vorquartal mit 2.428 (Q3: 2.432) nahezu konstant geblieben.

Das Management habe auf die schwierige Geschäftslage reagiert und ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt. Es seien Einsparungen unter anderem im administrativen Bereich geplant, die sich auf 12 Mio. EUR in 2009 und weitere 10 Mio. EUR in 2010 belaufen würden. In Verbindung mit einzusparenden Einmalausgaben von 12 Mio. EUR sollten insgesamt Einsparungen in Höhe von 34 Mio. EUR vorgenommen werden.

Zudem sei bekannt gegeben worden, dass sich MLP im Privatkundengeschäft künftig auf den Kernmarkt Deutschland konzentrieren werde. Dazu suche die Gesellschaft nach einer neuen Eigentümerstruktur für die Einheiten in Österreich und den Niederlanden. Die Gesellschaft in Österreich weise MLP ab sofort als aufgegebenen Geschäftsbereich aus.

Das Management zeige sich verhalten optimistisch für 2009 und strebe an, eine bessere Entwicklung als der Markt zu erreichen. Folgende Agenda habe sich das Management für 2009 gesetzt: konsequente Ausschöpfung des Erlöspotenzials, strikte Kostendisziplin (Maßnahmenpaket zur Ausgabensenkung) sowie externes Wachstum durch eine aktive Teilnahme an der Branchenkonsolidierung. MLP sehe sich gut aufgestellt, um einen aktiven Part in der Konsolidierung der Branche zu spielen. Nach Auffassung der Analysten sei die Unabhängigkeit, die zuletzt habe gesichert werden können, das wichtigste Asset in diesem Zusammenhang.

Die regulatorischen Änderungen würden darüber hinaus dazu führen, dass eine kritische Masse für Finanzdienstleister notwendig sein werde. Nicht zuletzt seien die technologischen Anforderungen gestiegen. MLP selber bezeichne sich hier als Marktführer.

Das Unternehmen konzentriere sich auf die Bereiche Alters- und Gesundheitsvorsorge. Langfristig seien diese Märkte sehr lukrativ und würden zunehmend in den Fokus von Privatkunden gelangen. Im derzeitigen Marktumfeld sei aber festzustellen, dass die Finanzmarkt- und Konjunkturkrise zu einer erheblichen Unsicherheit bei Privatkunden geführt habe. Derzeit würden die langfristigen Wachstumstrends von den kurz- bis mittelfristigen Verwerfungen überlagert. Die neue Aktionärsstruktur von MLP dürfte sich zukünftig als positiv erweisen. Die nun stabilere Aktionärsstruktur biete Schutz vor Übernahmen und sollte die Unabhängigkeit des Unternehmens sichern.

MLP habe durch die Neuordnung an Stabilität gewonnen. Die Unabhängigkeit als zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells sei gesichert worden. Gleichzeitig würden nun die letzten Übernahmenspekulationen, die in der Vergangenheit immer wieder für kurzfristige Kurssprünge gesorgt hätten, weichen. Operativ stehe MLP vor einem herausfordernden Jahr. Die zuletzt vorgelegten Zahlen würden zeigen, dass die Gesellschaft unter den wirtschaftlichen Verwerfungen leide. 2009 sollte ein schwieriges Jahr für die Gesellschaft werden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von MLP nach Anpassung ihrer Modelle von "halten" auf "verkaufen" herab. Das Kursziel sehe man unverändert bei 6,00 EUR. (Studie "MDAX-Guide Frühjahr 2009" vom 06.04.2009) (06.04.2009/ac/a/d)




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